Virtuelle Zusammenkunft der Vereine im Südbadischen Handballverband zu RETURN TO PLAY
  25.05.2020 •     SHV-Verband , Bezirk 1 - Rastatt , Bezirk 2 - Offenburg/Schwarzwald , Bezirk 3 - Freiburg/Oberrhein , Bezirk 4 - Hegau-Bodensee


Am Freitagabend hat der Südbadische Handballverband alle Vereine eingeladen, sich bei einer Telefonkonferenz über das Konzept des DHB zur Rückkehr zum Handball zu informieren und auszutauschen.

Rund 45-50 Vereine haben die Gelegenheit genutzt!

RETURN TO PLAY ist das Konzept, mit dem der deutsche Handball Bund (www.dhb.de, Rubrik Service) einen 8 Stufen Plan zur Rückkehr in den Wettkampfsport im Handball erarbeite hat und den Vereinen zusätzlich weitere Vorlagen, Vordrucke und weitere Informationen zur Verfügung stellt. Die Informationen wurden an alle Vereine im Südbadischen Handballverband versendet, die Informationen zudem auf der Homepage (www.hv-suedb.de) verlinkt. Handball Baden-Württemberg hat zusätzlich eine Handlungsempfehlung erstellt und verteilt sowie auf der Homepage www.handballbw.de hinterlegt, die die rechtlichen Rahmenbedingungen in Baden-Württemberg berücksichtigt.

Zur Telefonkonferenz hatten sich die Vizepräsidenten Lehre/Leistung, Dr. Christof Armbruster und Spieltechnik, Ansgar Huck sowie der Präsident Alexander Klinkner in der Geschäftsstelle des Rastatter TV getroffen, mit 1,5 m Abstand versteht sich.

Alex Klinkner begrüßte die eingewählten Vereine, stellte RETURN TO PLAY in seinen Grundzügen vor und informierte die Vereine über die auch sportpolitischen Differenzierungen zwischen Gesamt-Deutschland, den einzelnen Bundesländern und den Kreisen/Städten, die sich aus den Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern in den letzten Wochen ergeben haben. Chris Armbruster führte durch das 8 Stufen Konzept und erklärte die wesentlichen Veränderungen von Stufe zu Stufe sowie die Beschränkungen und die sich dadurch ergebenden Herausforderungen für die Vereine. Aktuell befindet sich Baden-Württemberg in Stufe 3, die ein Training in Kleingruppen in Freien erlaubt. Athletik und Techniktraining sind ohne Zweikämpfe erlaubt. Der Übergang nach Stufe 4 – Kleingruppentraining in der Halle – wird vorbehaltlich einer veränderten Infektionsentwicklung nach den Pfingstferien erwartet. Die Stufe 8 „Wettkampfbetrieb +“, also Spielbetrieb mit Publikum sieht das Konzept für September vor. OB diese Zeitleiste realisiert werden kann hängt wie immer von der Datenlage zum Infektionsgeschehen ab.

Die Fragen der Vereine drehten sich dann um die Themen Spielbetrieb, Zuschauer und praktische Fragen zur Umsetzung des Konzepts.

Hier die wesentlichen:

Der SHV wird die Entwicklung in Baden-Württemberg weiter beobachten und die Vereine über den Übergang in die nächste Stufe informieren. Die Vereine müssen dann jedoch diesen Übergang lokal mit ihrer Stadt/Gemeinde rückversichern, da die Beurteilung mittlerweile auf die Kreise/Städte übergegangen ist.

Aus logistischen Gründen kann eine Sammelbestellung an Desinfektionsmitteln nicht über den Verband erfolgen. Die Vereine sollten hierzu auf die Kreise/Städte zugehen, die als Träger der Hallen sportartübergreifend für ein Hygienekonzept und dessen Umsetzung verantwortlich zeichnen.

Verfügbarkeit der Hallen während der Sommerferien ist eine Notwendigkeit, die alle Vereine sehen. Nach mehreren Monaten ohne Mannschaftstraining wäre es nicht gut, wenn die Hallen in den Ferien für Reinigung oder kleine Instandhaltungsmaßnahmen gesperrt wären. Hierzu wird der SHV den Vereinen ein Schreiben zur Weitergabe an die Träger der Hallen bereitstellen.

Der Verlust von Einnahmen aus Eintritt von Zuschauern, aus der Bewirtung von Sportfesten, Stadtfesten und anderen Festen ist aktuell ein massives Problem für die Vereine. Hierzu hat Handball Baden-Württemberg eine Umfrage gestartet (auf der Homepage des SHV und von HBW) und bittet um Teilnahme, damit wir in der Diskussion mit Entscheidungsträgern fundierte Argumente haben.

Veranstaltungen des Verbands wie Bezirkstage können aus heutiger Sicht vor den Sommerferien abgehalten werden, sofern z.B. Wahlen die Durchführung nötig erscheinen lassen. Dies unter Einhaltung der Hygienekonzepte. Sollte die Durchführung nicht geboten sein, dann können diese Veranstaltungen auch noch im Spätjahr durchgeführt werden.

Ob die Spielrunde 2020/2021 im September beginnen kann ist aktuell nicht abzusehen. Die Spieltechniker im Verband haben Szenarien erarbeitet und arbeiten weiter an Szenarien, wie die Spielrunde in Abhängigkeit vom Beginn ablaufen kann. Informationen dazu werden die Vereine Ende Juni erhalten, damit die Spielplanung dann auch entsprechend vor den Sommerferien erfolgen kann.

Nach fast einer Stunde bedankte sich Alex Klinkner bei den Vereinen, Chris Armbruster, Ansgar Huck, dem Rastatter TV und schloss die Telefonkonferenz.

Die Rückmeldungen der Vereine per Mail waren durchweg positiv: „Danke für die Gelegenheit!“, die Unterlagen sind „top gelungen“ waren nur zwei der Rückmeldungen.

„Dafür, dass es die erste Telefonkonferenz in diesem Rahmen war sind wir sehr zufrieden. Der Wiedereinstieg in den Mannschafts- und Kontaktsport Handball ist eine Herausforderung für die Vereine. Kleine Gruppen erfordern mehr Trainer und Trainingszeiten, die Konstanz in der Gruppenzusammensetzung begrenzt die Trainingsinhalte, aber es führt kein Weg an diesen Limitierungen vorbei, wenn wir eine Chance haben wollen, zur Spielrunde 2020/2021 im September wieder in die Halle und auf die Platte wollen“, so Alex Klinkner.

 

Mit sportlichen Grüßen
Alex. Klinkner
Präsident des Südbadischen Handballverbands e.V.
Rehlingstr. 17
79100 Freiburg im Breisgau