Veröffentlichung WERTUNG der Saison 2019/2020
  22.04.2020 •     Verband , SHV-Verband , Bezirk 1 - Rastatt , Bezirk 2 - Offenburg/Schwarzwald , Bezirk 3 - Freiburg/Oberrhein , Bezirk 4 - Hegau-Bodensee


Liebe Handballerinnen und Handballer, liebe Freunde des Handballs in Südbaden,

das Corona-Virus hat sich in den letzten Wochen in den Mittelpunkt des Handballs gespielt – leider.

Nachdem das Präsidium des SHV - abgestimmt mit den meisten der Landesverbände in Deutschland – in der Woche vom 12.03.2020 die Runde 2019/2020 unterbrochen (Aktive) bzw. abgebrochen (Jugend) hat,

nachdem wir in der KW 14 den Abbruch der Spielrunde 2019/2020 für die Aktiven beschlossen haben,

haben wir nunmehr auch über die Wertung der Spielrunde 2019/2020 entschieden – wiederum in Abstimmung aller Landesverbände in Deutschland.

Diese Entscheidung, die wir zur Sicherstellung der Gesundheit unserer Aktiven und Zuschauer haben treffen müssen, haben wir in Südbaden mit Rückendeckung des Erweiterten Präsidiums und der Technischen Kommission getroffen.

In Abstimmung mit den anderen Landesverbänden im DHB, hat sich das Präsidium des SHV bzgl. der WERTUNG der Spielrunde 2019/2020 für die Quotienten-Regelung entschieden. Dabei werden die per 12.03.2020 erspielten Pluspunkte durch die Anzahl der bis dahin absolvierten Spiele dividiert. Die Quotienten-Regelung stellt nach einhelliger Meinung aller Landesverbände, aller Experten und des DHB die fairste aller Möglichkeiten dar.

 

Detailierte und umfangreiche Informationen zur Wertung finden Sie hier

 

Die weiteren nachgelagerten Wertungskriterien (Wer setzt sich bei gleichem Quotienten durch) sind wie folgt:

  • Sollte eine Mannschaft in dieser nachrangigen Wertung ein Spiel als verloren gewertet bekommen haben, gilt sie als nachrangig platziert (z.B. zu einem Spiel nicht angetreten, aber hoher Quotient in der Tordifferenz, ergibt trotzdem einen schlechteren Tabellenplatz).
  • Sofern schon alle Spiele der Mannschaften mit gleichem Quotienten absolviert wurden, wird der direkte Vergleich aus diesen Spielen herangezogen (dies können z. B. bei einer 4-fach Runde und 3 Mannschaften mit gleichem Quotienten 12 Spiele sein).
  • Der Quotient der Tordifferenz (Tordifferenz durch Anzahl der Spiele) als nächstes Entscheidungskriterium.
  • Der Quotient aus den geworfenen Toren (geworfene Tore durch Anzahl der Spiele). Dieses Kriterium haben wir im SHV nicht mehr anwenden müssen.
  • Ergebnis der Spiele die gegeneinander ausgetragen wurden,ohne dass alle Spiele absolviert wurden. Dieses Kriterium haben wir im SHV nicht mehr anwenden müssen.
  • Alle weiteren Kriterien haben wir im SHV nicht anwenden müssen. Deshalb führe ich diese nicht auf.

Damit entsprechen die Entscheidungen nicht durchgängig den „hypothetischen“ (BT) Abschätzungen, die der Presse zu entnehmen waren.

Wir werden allen Mannschaften, die einen Relegationsplatz entsprechend der Durchführungsbestimmungen des SHV erreicht haben, das Aufstiegsrecht anbieten. Relegationsspiele finden nicht statt. Damit wollen wir unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen und die Mannschaften nicht dafür zurücksetzen, dass aktuell keine Relegation gespielt werden kann.

Dass es keine sportlichen Absteiger nach der Runde 2019/2020 geben wird, haben wir schon mit der Kommunikation zum Abbruch der Runde 2019/2020 mitgeteilt.

Die Vereine werden über die Ergebnisse der Wertung der Spielrunde 2019/2020 für alle Spielklassen und Altersklassen mit dem heutigen Tag informiert. Diese Information erfolgt zentral, da wir im SHV bezirksübergreifenden Spielbetrieb haben und selbstverständlich Vereine Mannschaften auf den unterschiedlichen Ebenen haben. Nur durch zentrale Kommunikation ist eine durchgängige Information sicher gestellt.

Damit herrscht für alle Vereine Planungssicherheit im sportlichen Bereich für die Spielrunde 2020/2021. Ob die Vereine die Spielrechte in den unterschiedlichen Klassen wahrnehmen, liegt jetzt in der Verantwortung der Vereine. Hierfür gelten die bekannten Meldewege in den Bezirken bzw. an den SHV.

Des Weiteren hat das Präsidium des SHV folgende Entscheidungen getroffen:

  • Die Tabellenersten der Spielrunde 2019/2020 sind keine „Meister“ der Spielklassen, sondern „Aufsteiger“ aus den Spielklassen. Mit dieser Entscheidung wollen wir den Begriff des „Meister“ denjenigen Mannschaften vorbehalten, die sich in einer vollständig ausgespielten Spielrunde sportlich durchgesetzt haben.
  • Die Mindestanzahl von Spielen, die nötig sind, um als Schiedsrichter anerkannt zu werden, wird auf 8 statt 10, auf 12 statt 15 und auf 16 statt 20 Spiele festgelegt und damit auf die rund 80% der ausgetragenen Spieltage in der Südbaden-Liga reduziert.
  • Alle Lizenzen für Übungsleiter und Trainer, die im Jahr 2020 auslaufen werden, auch ohne Teilnahme an einer Weiterbildung um ein Jahr verlängert. Damit wollen wir die qualifizierten Ehrenamtlichen weiter an unseren Sport binden.

Sicher sind dies nicht die letzten Entscheidungen, die wir für die Spielrunde 2019/2020 treffen müssen. Sollten weitere Entscheidungen nötig sein, werden wir entsprechend informieren.

Als Präsident möchte ich mich bedanken bei

den Mitgliedern des Präsidiums des SHV für die Flexibilität bei den nötigen Telefonkonferenzen,

beim Erweiterten Präsidium und der Technischen Kommission für die Unterstützung unserer Entscheidungen,

bei der gesamten Handball-Familie in Südbaden für die positiven Rückmeldungen zu unseren Entscheidungen,

bei den Kollegen des badischen und des württembergischen Handballverbands

sowie bei den Präsidentinnen und Präsidenten der anderen Landesverbände und den Mitstreitern des DHB!

Bleibt gesund, bleibt fit, bleibt am Handball!

Mit sportlichen Grüßen

Alex. Klinkner

Präsident des Südbadischen Handballverbandes e.V.

Rehlingstr. 17

79100 Freiburg im Breisgau