Handball-Clubs zeigen Solidarität für ihre Mitmenschen
  18.03.2020 •     SHV-Verband , Bezirk 1 - Rastatt , Bezirk 2 - Offenburg/Schwarzwald , Bezirk 3 - Freiburg/Oberrhein , Bezirk 4 - Hegau-Bodensee


„Dann aber bitte auch Solidarität für die finanziell angeschlagenen Vereine!“

Handball-Clubs zeigen Solidarität für ihre Mitmenschen

„Solidarität“ lautet angesichts der rasend schnellen Ausbreitung der Corona-Virus-Pandemie das Gebot der Stunde – Solidarität kann und darf jedoch keine Einbahnstraße sein! „Steht zusammen und helft Euch gegenseitig!“, lautet denn auch der Appell von Hans Artschwager (Hildrizhausen), dem Sprecher der Landesverbände im Deutschen Handballbund (DHB)

Nach der Unterbrechung des Spielbetriebs haben viele Handballvereine Aktionen gestartet, um Menschen, die wegen des Virus zu den Risikogruppen zählen oder derzeit lieber zu Hause bleiben und den Gang in die Öffentlichkeit scheuen, zu helfen. So unterstützt die HSG Konstanz beispielweise die Aktion „Eine Stadt – ein Ziel. Konstanzer helfen Konstanzern“. Damit gefährdete Personen in der Krise zu Hause bleiben können, werden hier Botengänge und dringende Einkäufe übernommen.

„Handball ist ein Teamsport und diese Krise bewältigen wir nur als Team“, appelliert Alexander Klinkner (Ettlingen), Präsident des Südbadischen Handballverbandes (SHV) an seine Vereine. „Gesunde und Mitmenschen in Quarantäne, Junge und Ältere, Sportler und nicht-sportliche Aktive : Alle gehören zu diesem Team. Handball ist ein zentraler Teil der Gesellschaft und bekennt sich zum Miteinander!“

Umgekehrt erhoffen sich die Sportvereine aber auch Solidarität ihrer Mitglieder: „Die ohnehin schon finanziell gebeutelten Vereine werden durch erste, vereinzelt geäußerte Beitragsrückforderungen ihrer Mitglieder an ihre wirtschaftlichen Grenzen gebracht – deshalb wäre es schön, wenn auch hier Solidarität gezeigt und gelebt würde“, hofft Hans Artschwager.

Alexander Klinkner erneuert in diesem Zusammenhang noch einmal den Vorschlag der baden-württembergischen Handballverbände (Badischer Handballverband, Südbadischer Handballverband und HV Württemberg) von Montag, die Vereine im Steuerjahr 2020 von allen fiskalischen Zahlungen freizustellen. Die Handballverbände wollen den Solidaritätsgedanken der Vereine unterstützen und arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Aktion mit der Liqui Moly Handball-Bundesliga der Männer sowie der Handballbundesliga-Vereinigung der Frauen.