13.06.2017,12:02

 

Kurzlehrgang Young Women Referee Projekt von Handball Baden-Württemberg vom 17.-18.06.17

Start gemeinsam mit dem Regiocup der weiblichen Jahrgänge 2001/2002 in Sandweier

In diesem Jahr ist der Landeskader SHV mit den weiblichen Jahrgängen 2001/2002 Gastgeber des jährlichen Regiocups mit einem Turnier in Sandweier, wobei die Spielerinnen sich einen Tag vorher zu einem Tageslehrgang in der Sportschule in Steinbach treffen. Parallel dazu findet ebenfalls ein Tageslehrgang mit jungen weiblichen Schiedsrichterinnen an der Sportschule statt.

Zum ersten Mal sollen parallel zu diesem Turnier, die weiblichen jungen Schiedsrichterinnen ganz gezielt über das neue Projekt, genannt „Young Women Referee Projekt von Handball Baden-Württemberg“ gefördert und in den Turnierspielen gecoacht werden.

Am Samstag werden die jungen SR'innen in einem theoretischen Teil in der Sportschule Steinbach geschult und erhalten am Sonntag im Rahmen des Regio Cup nach jedem Spiel ein Feedback von ihren Coaches mit den Schwerpunkten ihrer Stärken und Schwächen.

Geleitet wird es von Heinrich Burger, BWOL Leiter Ressort Beobachtungswesen.

Dieses Projekt zählt zu den Förderschwerpunkten 2017, die vom Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V. mit Blick auf 100 Jahre Frauenhandball in Deutschland und die Frauen WM im eigenen Land, bezuschusst werden.

Ziel dieses Projektes und des Kurzlehrganges ist es, junge talentierte Gespanne aus den Verbänden zu sichten und sie aufzubauen für Spiele in den Verbänden und später in der BWOL, wo sie im Rahmen des Projekts gecoacht, gefördert sowie beobachtet werden können. Der Fokus liegt bei diesem Projekt im Heranführen an ein höheres Leistungsniveau. Hier handelt es sich gezielt um junge Gespanne.

Die Pilotphase der letzten Saison bestätigt, dass junge Gespanne, die bereit sind etwas zu tun, dies mit Hilfe und Unterstützung erreichen können. Nach Abschluss des Projektes für die einzelnen Schiedsrichtergespanne ist es das Ziel, diese Schiedsrichterinnen bei Eignung in den aufzubauenden BWOL Frauenkader zu übernehmen.

Mittel-und langfristiges Ziel ist die Integration der jungen weibl. SR in die BWOL, bei der diese Gespanne im Rahmen einer Wettbewerbssituation aber innerhalb eines Kaders an die Leistungsstärke der BWOL herangeführt werden. Die Schiedsrichterinnen werden während der Runde mit Coaching an die höhere Klasse herangeführt und so gefördert. Es ist auch bei Nachwuchsschiedsrichterinnen für untere Klassen angedacht, mit dem Ziel einer nachhaltigen Förderung über den Verband hinaus.

Nach diesem 2-tägigen Lehrgang während eines Turniers, ist in diesem Jahr noch ein zweiter Lehrgang geplant.

Aufgrund der Erfahrung des letzten Jahres wird das Projekt in zwei Kategorien, dem Young Referee Projekt und dem Frauenkader eingeteilt.

Ziel beim Frauenkader ist die Einstufung der Gespanne nach Sichtung und Tests in den BWOL Frauenkader, mit dem Ziel diese Gespanne bei Eignung in den DHB zu melden.

Ziel des Young Women Referee Projektes ist es, junge weibl. SR'innen in einem definierten Zeitraum gezielt auf ein höheres Leistungslevel (auch im Leistungsbereich) zu bringen, ohne den Druck eines Auf- oder Abstiegs zu haben.

Nachgedacht wird bei den Verantwortlichen auch über einen Workshop, evtl. verbunden mit der Handball Frauen-WM in Deutschland im Dezember 2017. Ziel ist ein gemeinsamer Austausch mit den Verantwortlichen und den LV-Vertreterinnen vom DHB-Projekt „Mehr Frauen im Spiel“ von Südbaden Heike Wöhr und von Baden Miriam Jarke, um viele weibliche Schiedsrichterinnen zu gewinnen. Gemeinsames Ziel ist die Weitergabe von Informationen, speziell an weibliche Gespanne mit deren Aufstiegs- und Förderungsmöglichkeiten im Verband und darüber hinaus. Ebenso ist ein Austausch spezifisch unter den Frauen mit den Themen „mehr Frauen im Spiel“, bzw. Erfahrungsberichte und Verbesserungen aus der Sicht als Schiedsrichterinnen in der „Männerdomäne“ geplant.